Főoldal Das Weinbaugebiet Naturschätze des Villányer Weinbaugebiets Der Szársomlyó-Berg

Der Szársomlyó-Berg

Die Ausläufer des Baranyai (Branauer) Hügellandes enden im Süden, aber die Landschaft hebt sich doch noch einmal an, das ist der Villányer Höhenzug. Er ist ca 20 km lang, 3 km breit und orientiert sich west -östlich.

Seine südlichste und höchste alleinstehende Erhebung ist der Szársomlyó- anders genannt der Nagyharsányer Berg. Er ist 442 m hoch, 3,5 km lang und 1-1,5 km breit.

Szársomlyó/ Villányi Hegység

Der Name des Berges stammt aus dem alten ungarischen Wort „Szár”, was kahl bedeutete. Auch der Vater unserer Könige Béla I. und Andreas I. hat László Szár geheißen. In mittelalterlichen Schreiben kam der Name der Burg und auch der des Berges als Saarszunlu, Zaarsomolon, Zar Sumlou vor. Vermutlich war der Berg schon damals kahl, und er war ein Fundort von Kornelkirschen (auf Ungarisch som), daher der Name „Somlyó“.
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Klimaverhältnisse

Infolge der geografischen Lage und der morphologischen Gegebenheiten hat der Berg zwei voneinander stark abweichende Mittelklimabereiche. Die steilen südlichen Hänge bekommen jährlich um 31 % mehr Sonnenenergie pro cm2, als der Bergkamm und die umliegenden Ebenen. Die bodennahen Luftschichten an den südlichen Hängen wärmen sich tagsüber viel besser auf und trocknen auch mehr aus, - was die kahlen Kalksteinflächen zusätzlich fördern, als die anderen Teile des Berges. Der Unterschied zwischen den Temperaturen der Oberflächen der nördlichen und südlichen Hänge ist mittags sogar 10-20 ºC Grad. Durch die Wirkung der starken Aufwärmung kommen an den südlichen Hängen starke aufsteigende Luftströmungen zustande, was die Austrocknung der Flächen gleichfalls verstärkt.

Da der Berg als Erster die milden und feuchten Luftmassen des Mittelmeers bekommt, kommen hier die mediterranen Einflüsse, besonders die der Wintermonate, im Vergleich zu den anderen Landesteilen am stärksten zur Geltung. Die Zahl der Sonnenstunden ist durchschnittlich 2000-2100 pro Jahr. Die Jahresbestrahlung beträgt 110-120 Kcal/cm2. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 10-11°C, was die südliche Lage noch besser verstärkt.

Die Normaltemperatur der Vegetationsperiode ist mehr als 17 °C. Der letzte Frühjahrsfrost erfolgt gegen 6 – 8. April, die frostfreie Periode dauert jährlich länger als 200 Tage. Der Niederschlag beträgt 650-700 mm im Jahr, davon gibt es während der Vegetationsperiode 390-400 mm. Das ist etwas mehr, als in der Umgebung, was nicht an der Höhe über dem Meeresspiegel, sondern daran liegt, dass der Berg weit und breit die höchste Erhebung ist.

Aus dem gleichen Grund erhöhen sich auch die Luftströmung und die Geschwindigkeit des Windes. Die Windrichtung ändert sich in diesem Gebiet gleichfalls. Der relativ hohe Niederschlag ist nicht zu spüren, da einerseits das Wasser im Kalkstein schnell weggeleitet wird, andererseits fließt es entweder von den steilen Flächen schnell herunter oder es verdampft rasch. Wegen seiner einzigartigen klimatischen Eigenschaften ist der Villányer Höhenzug und seine Umgebung ein Gewitterzentrum des Landes. Die Zahl der schneebedeckten Tage ist jährlich 32-34, die Dicke der Schneedecke beträgt ca. 26 cm. Die häufigste Windrichtung ist nordwestlich und die durchschnittliche Windgeschwindigkeit ist ca. (gegen) 3 m/s.

Geologie

Der Berg besteht aus reinem Kalkstein verschiedenen Alters, dessen CaCo3-Gehalt sogar einen Wert von 96-98 % erreicht. Die Meeresablagerung, die sich im Erdmittelalter absetzte, entstand in der Jurazeit. Die gelegentlich 3 m dicke Gesteinschicht kam ungefähr vor 140 Millionen Jahren an die Oberfläche. Spuren ihrer Auflösung sind die ältesten Karstüberbleibsel im Lande.

In den Aushöhlungen des Jura-Kalksteines häufte sich als Überrest eines lebhaften mikrobialen Lebens aus wärmerem Tropenklima als heute üblich, Bauxit an. Die Bauxitschicht ist eine auch an der Oberfläche gut sichtbare Grenze zwischen den Kalksteinschichten des Juras und der etwa 100 Millionen Jahre später entstandenen Kreide. Die ursprünglich natürlich horizontalen Sedimentschichten (der ehemalige Meeresgrund) zerbrachen im Pleistozän durch die Wirkung von starken südlichen und nördlichen gebirgsbildenden Kräften in kleine Stücke und schoben sich aufeinander. Der sog. Teufelsacker ist nichts Anderes als eine Reihe dieser Schichtenköpfe auf der Oberfläche.

Auf dem Gipfel befinden sich zwei hydrothermale Schlote, die während der Erhebung des Berges durch das geysirartig hochstrebende Heißwasser entstandene vertikale Schachthöhlen sind. Der Bergstock ist uneinheitlich, da er sich nicht mit gleichförmiger Geschwindigkeit erhob. Die Bruchlinien, die das Gestein voneinander trennen, werden durch Seitentäler, Wasserrisse und Muren angedeutet. Infolge des Umkippens ist der Neigungsgrad der Schichten 70-72°.

Die Erhebung spielte sich in den vergangenen eine Million Jahren relativ schnell ab und sie dauert heute noch an. (Nach Angaben von László Bendefy 5,8 – 6,5 mm pro 10 Jahre). So entstand die seltsame Lage, dass man auf dem südlichen Berghang auf jüngerem und dünnerem Kalkstein aus der Kreide hinaufsteigt und erst oben erreicht man den älteren Jurastein, der sich schneller auflöst und auch die Furchen des Teufelsackers sind hier breiter. Hier kann sich mehr Boden ansammeln, deshalb können Waldflecken und Lichtungen mit Karstbüschen ausschließlich hier vorkommen.

Am Bergfuß lagerte sich Löss ab, aber in kleineren Flecken ist er auch in der Nähe des Bergkamms zu finden. Dieses im Pleistozän entstandene gelbe Pulver lagerte sich im Grunde genommen aus der Luft ab und stammt aus den durch Gletscher geformten nordeuropäischen Gebirgen. Nach Meinung von geologischen Experten konnte auf dem Nagyharsányer Erdklumpen, der sich am schnellsten erhob, keine volle Lössdecke entstehen, da die Erhebung gerade in der Zeit der Lössbildung ablief.

Bodenverhältnisse

IInfolge der geologischen, orografischen und mikroklimatischen Gegebenheiten kommen auf dem Berg relativ viele Bodenarten vor. Hier sind steinige und felsige Podsolböden, Humuskarbonatboden, schwarze „Rendzina“ und Rendzina mit Rotlehm, am südlichen Bergfuß brauner Waldboden „Csernozjom“ und auf der nördlichen Seite Braunerde von Ramann zu finden.

Hydrografische Verhältnisse

IIn seinem ursprünglichen Zustand war der Bergkamm eine natürliche Wasserscheide. Da infolge des Steinbruchs auf der westlichen Seite eine mächtige Vertiefung entstand, änderten sich im Bergwerk die Abflussverhältnisse.

An anderen Stellen änderten sich die Abflussverhältnisse nicht. Die steilen und stark rissigen Kalksteinschichten leiten den größten Teil des Niederschlags rasch in die Tiefe ab, der andere Teil stürzt an den steilen Hängen bald herunter. Da sich das Niveau des Karstwassers in einer Höhe von +94-96 mBf, also tiefer als die Oberfläche des Bergfußes befindet, entspringen hier keine ergiebigen Karstquellen.

Geschichte der Szársomlyóer Burg

Das Gebiet wurde 1249 von König Béla IV. an Miklós Balog (Sinister) den Grafen von Dubichia verliehen. Er ließ auf dem Szársomlyó-Berg eine Burg, größer als die von Siklós,  als Schutz gegen die Tataren errichten. Von Ladislaus IV. wurde sie 1287 dem Sohn des Palatins Laurenz, István Kemény, Schwiegersohn von Mihály Balog (Sohn von Miklós Balog) geschenkt. 1302 wohnte schon der Sohn von István Kemény in der Burg, der sich später wahrscheinlich gegen König Karl stellte, da infolge eines königlichen Sturmes die Burg wieder dem König gehörte, der sie dem Branauer Gutsverwalter gab. 1380 gehörte die Burg Ludwig dem Großen.

1388 wurde sie von König Sigmund dem Sohn von Kórósi Fülpös, István geliehen und sie gehörte bis zum Anfang der 1470-er Jahre dieser Familie. Nachdem sie ausgestorben war, bekam die Burg vermutlich der königliche Kammerherr, Tamás Laki. Ab 1484 war die Burg das Eigentum der Familie Daróczi und zu dieser Zeit wurde sie schon „Harsányer“ genannt. 1486 waren die Gerébs von Vingát die Besitzer, 1540 erhielt sie der Siklóser Burgherr, Péter Perényi. Während der Türkenherrschaft gehörte sie eine Zeit lang dem Grafen János Draskovich, danach wurde sie vom Sultan Süleyman besetzt. Da sie in keinen späteren Urkunden erwähnt wird, ist sie wahrscheinlich zu dieser Zeit vernichtet worden.

Pál Kitaibel, der berühmte ungarische Botaniker nahm als einer der Ersten an der Entdeckung der Flora des Berges teil und schrieb 1779 über die Ruinen: „auf dem Gipfel des Harsányer Berges stand eine Burg. Einige Grundmauern stehen noch. Hier gab es auch eine Zisterne, die für einen Brunnen gehalten wird und jetzt voll mit Steinen ist. Die hier lebenden großen Schlangen nennt man hier „Zumak“. Die Oberseite ihres Körpers ist hechtgrau, unten sind sie wachsgelb.“

Bergbau

uf den östlichen und westlichen Seiten des Szársomlyó-Berges findet seit 1910 Kalksteinbergbau statt. Bis zu den 60-er Jahren wurde der Kalkstein mit kleiner Kapazität, größtenteils manuell gefördert, so wurde der Berg von den beiden Steinbrüchen anfangs nur langsam abgebaut. Der Betrieb des westlichen Bruches neben Nagyharsány wurde aber 1962 und 1978 erweitert und mit moderner Technologie aufgerüstet.

Heute ist die endgültige Grenze des Steinbruchs markiert. Das Aussehen der südlichen Bergseite wurde von der Förderung nicht bedeutend beeinflusst, aber auf der nördlichen Seite sind große Flächen im Eigentum des Bergwerks geblieben. Hoffentlich kann die Rekultivierung der aufgelassenen Bergflanke bald anfangen.

Bauxit sehr guter Qualität wurde hier gleichfalls abgebaut, das bezeugen die bis zum heutigen Tag sichtbaren rötlichen Halden tauben Gesteins. Die Förderung dauerte nicht lange, zwischen 1936 und 1944 und es wurden hier beinahe 40 000 Tonnen Bauxit gewonnen.